D O S T O J E W S K I  


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Ein kleiner Ausschnitt aus einem "Bettelbrief" dem unendliche Entschuldigungstiraden vorangestellt sind.
 
10. Mai 1839 - Dostojewski an seinen Vater:
"Mein lieber, guter Vater! Können Sie denn wirklich denken, daß Ihr Sohn zuviel verlangt, wenn er Sie um eine Unterstützung angeht? Gott sei mein Zeuge, daß ich Sie weder aus Eigennutz noch aus wirklicher äußerster Not irgendwie schädigen will?
Wie bitter ist es für mich, wenn ich meine Blutsverwandten um eine Gefälligkeit bitten muß, die sie so schwer bedrückt. Ich habe meinen eigenen Kopf und meine eigenen Hände. Wäre ich frei und selbstständig, so hätte ich von Ihnen auch nicht eine Kopeke verlangt; ich hätte mich lieber an die bitterste Not gewöhnt. Ich würde mich schämen, auch nur ein Sterbenswörtchen von einer Unterstützung zu schreiben."
Dostojewski - Gesammelte Briefe 1833-1881 Piper 1966

  
        Möglicherweise Tod durch Mord
           Michail Andrejewitsch Dostojewskij (1789 - 1839)
 

Am 31. Oktober 1838 schildert Dostojewski in einem Brief an seinen Bruder Michael seinen Vater noch folgendermaßen:
"Der arme Vater tut mir leid. Er hat so einen merkwürdigen Charakter! Wieviel Kummer hat er schon erlebt! Es ist so bitter, daß man ihn mit nichts trösten kann. Weißt Du übrigens: Der Papa steht der Welt ganz fremd gegenüber. Er hat schon 50 Jahre in der Welt gelebt und dabei die gleiche Meinung über die Menschen bewahrt, die er vor 30 Jahren hatte. Diese selige Unwissenheit. Doch die Welt hat ihn enttäuscht, und ich glaube, daß das unser aller Schicksal ist."
Ebenda


Aus Andrej Dostojewskis Erinnerungen
"Ich erinnere mich nicht, daß meine Brüder auch nur etwas Kleingeld zu ihrer Verfügung gehabt hätten; wahrscheinlich lernten sie erst in Petersburg den Wert des Geldes kennen, als der Vater sie dort allein zurückließ. Ich habe bereits erwähnt, daß der Vater es nicht liebte, uns Moral zu predigen, aber wie mir jetzt scheint, hatte er in der Beziehung doch eine kleine Schwäche: er wiederholte nämlich ziemlich oft, daß er arm sei, daß seine Kinder, besonders die Söhne, sich darauf vorbereiten müßten, sich selbst ihren Weg zu bahnen, daß sie nach seinem Tode mittellos dastehen würden, und dergleichen mehr. All das zeichnete ein düsteres Bild! – Ich erinnere mich auch noch anderer Worte meines Vaters, die gleichfalls keine Predigt, sondern eher eine Warnung waren. Wie ich schon gesagt habe, war Fjodor überaus hitzig; seine Überzeugungen verteidigte er stets mit großer Heftigkeit, und überhaupt war er in seinen Äußerungen sehr scharf. "


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