D O S T O J E W S K I  


Dostoyevski, பியோதர் தஸ்தயெவ்ஸ்கி, ฟีโอดอร์ ดอสโตเยฟสกี, Fýodor Dostoýewskiý, Dostoyevskiy, Dostojevskii, Dostoevsky, Dostoyevskiy, Dostoyevsky, თეოდორ დოსტოევსკი, 费奥多尔•陀思妥耶夫斯基, 杜斯托也夫斯基, Dostoievski, Dostoievski, Dostoiévski, Dostoievskii, Dostoyevskî, თედორე დოსტოევსკი, フョードル・ドストエフスキー, Ντοστογιέφσκι, Duostuojėvskis, Dostojefski, ፍዮዶር ዶስቶየቭስኪ, فيودور دوستويفسكي
 
„Die Rückreise Dostojewskijs aus dem entfernten Sibirien dauerte sechs Wochen. Er beschreibt das sehr lebendig. Penibel notiert er Hotelkosten und am Ende der Reise lamentiert er, dass ihm in Twer für seine Kutsche, die er für 115 Rubel gekauft hatte, nur 30 Rubel geboten wurden. Der Grund: In Twer gab es keine Eisenbahn.
Die Reise wurde erst durch ein 1.000 Rubel-Darlehen seines früheren, mit ihm verurteilten Kameraden Pleschjew möglich, der eine 50.000-Rubel-Erbschaft gemacht hatte. Dostojewskij beginnt das Darlehen 20 Jahre später in Raten von 200 Euro zurückzuzahlen.“
Kühn, Dostojewskij und das Geld In Jahrbuch DDG 2004 S. 116

Einen Monat nach seiner Ankunft in Twer schreibt er am 22. September 1859 an Wrangel, dass er dieses Provinznest noch abstoßender als Semipalatinsk empfinde: „Trübsinnige, kalte Steinhäuser, keine Bewegungen, keine Interessen – nicht einmal eine anständige Bibliothek. Ein wahres Gefängnis.“
 
„Er mietet eine kleine möblierte Wohnung im gleichen Hause, in dem auch Puschkin gewohnt hat.“ 
Troyat S. 201

In einem sehr langen Brief an seinen Bruder Michael vom 1. Oktober 1859, erwähnt er seine persönliche Situation mit keinem Satz. Es geht ausschließlich um Bitten und Beauftragungen in Geldangelegenheiten.
 

Twer Verbannung Dostoevskij
                                                         Twer

Aus Twer schreibt er am 10. Oktober 1559 ein Bittstellerbrief an den Zaren Alexander II., um nach Petersburg übersiedeln zu dürfen und seinem Stiefsohn eine Ausbildung zukommen zu lassen. Darin heißt es unter anderem:
 
„. . . und ich habe mich nun nach meiner Entlassung, in Twer niedergelassen. Meine Krankheit verschlimmert sich immer mehr. Jeder Anfall schwächt mein Gedächtnis, die Phantasie, meine seelischen und körperlichen Kräfte. Das Ende meiner Krankheit muss Lähmung, Tod oder Wahnsinn sein . . .  Ich habe eine Frau und einen Stiefsohn, für den ich sorgen muss.
(. . . )
Ew. Kaiserliche Majestät! In Ihren Händen liegt mein ganzes Schicksal, meine Gesundheit, mein Leben! Geruhen Sie, mir die Übersiedlung nach Petersburg zu gestatten. Erretten Sie mich, und geben Sie mir die Möglichkeit, durch Besserung meiner Gesundheit meiner Familie und vielleicht auch auf irgendeine Weise meinem Vaterland nützlich zu sein.
(. . .)
Sie, mein Kaiser, sind wie die Sonne, die über Gerechte und Ungerechte scheint. Sie haben bereits Millionen Ihres Volkes beglückt; beglücken Sie auch das arme Waisenkind, seine Mutter und den unglücklichen Kranken, der bis zur Stunde noch zu den Verstoßenen gehört und doch bereit ist, sein Leben unverzüglich für den Zaren hinzugeben, den Zaren, der seinem Volke so vieles Gute getan hat.“
Hitzer; Dostojewski - Gesammelte Briefe 1833-1881, Piper 1966
 
 Бедные люди, Двойник. Петербургская поэма, Господин Прохарчин, Роман в девяти письмах, Хозяйка, Белые ночи, Ползунков, Мальчик у Христа на ёлке, Честный вор, Чужая жена и муж, под кроватью, Чужая жена и муж под кроватью, Слабое сердце, Неточка Незванова, Маленький герой
Alexander II. mit Ehefrau und Sohn
 

"Der Kaiser erfüllte beide Bitten. Dostojewskis Stiefsohn ward in einem Petersburger Gymnasium untergebracht und ihm selber der Aufenthalt in den Hauptstädten bewilligt. Freilich befand sich der Dichter eine Zeit lang (. . .) in der seltsamen Lage, dass er zwar die Erlaubnis zur Einreise nach Petersburg von seitens des Kaisers hatte, aber noch nicht diejenige, der unmittelbaren örtlichen Behörde."
Nötzel; Dostojewski S. 328

Zunächst verließ lediglich Dostojewski Twer. Seine Frau und seinen Stiefsohn holte er erst später nach Petersburg.
 
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