D O S T O J E W S K I  



 
Ein ungewöhnlicher Eifer in der Aufnahme neuer Ideen. Mit dem größten Verlangen, jedes Mal bei der Aufnahme von etwas Neuem alles Alte zu zertrampeln, mit Hass und Schimpf und Spott zu vernichten. . . . „ und ich verbrannte alles, was ich bisher anbetete“
Aus Dostojewskis Notizbüchern
 
„. . . und obwohl damals dieser räudige russische Liberalismus, den solche Scheißer wie der Mistkäfer Belinski und andere propagierten, als ein starker Nährstoff noch in mir wirksam war, sah ich keinen Widerspruch darin, mich als Russe zu fühlen."
Dresden, Oktober 1870 Brief an Majkow
 
„Dieser stinkende Käfer Belinski (den Sie bis heute schätzen), dessen Kraftlosigkeit und Ohnmacht aus seiner Tatenlosigkeit herrührte, hat gerade deshalb Rußland verflucht und ihm bewußt so viel Schaden zugefügt.“
Dresden, April 1871 Brief an Strachow
 
„Ich verachte Belinski mehr als Erscheinung des russischen Lebens denn als Person: Er war die stinkenste, unfähigste und schmählichste Inkarnation dieses Lebens.“
Dresden, Mai 1871 Brief an Strachow
 
„Unsere Belinskis und Granowslis wiesen es von sich, wenn man ihnen sagte, sie seien die eigentlichen Väter der Anhänger Netschajews.“
Petersburg, Februar 1873 an A. Romanow
 
"Dieser Mensch beschimpfte in einem Gespräch mit mir den Heiland. Er konnte unmöglich einsehen, wie kleinlich, gehässig, ungeduldig, gemein und vor allen Dingen ehrgeizig sie alle sind . . . Er hat sich nie irgendwelche Gedanken über seine Schlechtigkeit gemacht, er war mit sich im höchsten Maß zufrieden."
Dostojewski im Mai 1871 in einem Brief an Strachow



 Belinski 1843
 
"Obwohl Fjodor die kritische Begabung Belinskis hoch schätzte und aufrichtige Dankbarkeit gegenüber ihm hegte, weil er sein Literarisches Talent gefördert hatte, konnte er dem Kritiker die spöttische und nahezu schmähende Haltung zu seinen religiösen Anschauungen und seinem Glauben nicht verzeihen.
 
Als man Fjodor vorschlug, etwas* `über Belinski` zu schreiben, machte er sich mit Vergnügen an dieses interessante Thema in der Absicht, nicht beiläufig, sondern einen ernsthaften Belinski gewidmeten Artikel das wesentliche und seine aufrichtige Meinung über diesen Schriftsteller  zu sagen, der ihm zuerst so teuer war und sich zum Schluß so feindlich zu ihm verhielt."
Dostojewskaja; Erinnerungen 

 
*Gemeint ist der Artikel „Meine Bekanntschaft mit Belinski“, der  von K. Babikow, einem ehemaligen Mitarbeiter Dostojewskis bei „Die Zeit“ und „Die Epoche“, für einen Sammelband bei Dostojewski bestellt und auch bezahlt wurde. Der Artikel gilt als verloren.

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