D O S T O J E W S K I  


zitate
 
„Er stellte dem germanisch-romanischen Kulturtyp den slawischen gegenüber. Da im Westen Persönlichkeit und Individualität ausgeprägter seien, sei man dort mehr geneigt, seine Überzeugungen anderen aufzuzwingen. Das erkläre die Intoleranz der römischen Kirche, welche den christlichen Glauben brutal entstellt habe.
Demgegenüber sei den Slawen eine duldsame Rechtgläubigkeit eigen. Als zweite wichtige Unterscheidung stellt er die westliche Streitform, in der sich Parteien und Interessen brutal gegenüber den friedfertigeren durchsetzen, der slawischen `Volksseele` gegenüber. Das Alte würde vom Neuen rasch abgelöst, wenn die Zeit reif sei. (. . .)
Katholizismus und Protestantismus sind für Danilewski per se verlogen und ähnlicher als oft angenommen; die Orthodoxe Kirche wird von ihm somit wie selbstverständlich als `wahr` betrachtet.“
Riester, Jutta; Die Menschen Dostojewskis


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                N. J. Danilewski


Dostojewski im Dezember 1868 an A. Majkow:
„Ich muß gestehen, daß ich von Danilewskij seit dem Jahre 1849 nichts mehr gehört habe; habe aber oft an ihn gedacht. Was er doch für ein hoffnungsloser Fourierist gewesen ist; nun hat sich dieser Fourierist wieder in einen Russen verwandelt und seine Scholle und seine Wesensart wiedergefunden! Daran erkennt man eben den bedeutenden Menschen!“
Briefe Piper S. 284
 
„In der Morgenröte hatten Dostojewski die ersten Kapitel von Nikolaj Danilewskijs geschichtsphilosophischen Werks Russland und Europa sehr zugesagt, ein Versuch, der slawophilen Lehre neue Grundlagen zu schaffen.“
Meier-Graefe, Julius; Dostojewski S. 302
 
Danilewskijs Werk „Russland und Europa" erschien zuerst als Aufsatz in der Erstausgabe der konservativen Zeitschrift „Die Morgenröte“. Dazu Dostojewski im März 1869 an S. A. Iwanowa:
„Dieser Danilewskij war früher einmal Sozialist und Fourierist, schon vor zwanzig Jahren, als er in unsere Affäre verwickelt war, erschien er mir als ganz hervorragend, aus der Verbannung kehrte er als echter Russe und Nationalist zurück. Dieser Aufsatz, den ich Ihnen ganz besonders empfehle, ist sein Erstlingswerk. Die Zeitschrift scheint überhaupt eine große Zukunft zu haben.“
Briefe Piper S. 310


               
                 N. J. Danilewski
 

Dostojewski im März 1869 an Strachow:
„Der Aufsatz Danilewskijs erscheint mir immer wichtiger und wertvoller. Er wird wohl für lange Zeit das Hausbuch eines jeden Russen bleiben. Abgesehen vom Inhalt trägt auch die klare Sprache und die allgemeinverständliche Darstellung bei strenger Wissenschaftlichkeit viel dazu bei.
(. . .)
Der Artikel stimmt so sehr mit meinen eigenen Ansichten und Überzeugungen überein, dass ich stellenweise über die Identität unserer Schlüsse staunen muss.
(. . .)
Wie groß waren meine Freude und mein Erstaunen, als ich diesen Plan, den ich in der Zukunft zu verwirklichen hoffte, bereits verwirklicht sah.“
Briefe; Piper S. 316
 
„Dostojewski faszinierten Danilewskijs Vorstellungen, die er jedoch aus seiner nationalistischen und religiösen Überzeugung heraus interpretierte."
Meier-Graefe, Julius; Dostojewski S. 255


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