D O S T O J E W S K I  


Варвара Михайловна Достоевская Бедные люди Двухместный Роман в девяти букв хозяйка Петербург хроника Polsunkow
 
Gide, Andre; Dostojewski - Aufsätze und Vorträge, Verlag Das goldene Flies, Bürgers Taschenbuch Nr. 18
Drei wunderbar zu lesende Aufsätze.

Galahad, Sir; Idiotenführer durch die russische Literatur, Albert Langen Verlag 1925
Es bereitete mir durchaus Freude. Respektlos wird auf Dostojewskis Werk eingeschlagen, aber ebenfalls auf das von Tolstoi,  Puschkin  . . . Tucholsky nannte es 1926 ein "unsäglich albernes Buch".

  
            


Gerhardt, Dietrich; Gogol` und Dostojevskij in ihrem künstlerischen Verhältnis, Fink Verlag München 1970 (Nachdruck von 1941)
Eine wunderbare Einleitung zum Thema Literaturforschung. Ansonsten eine wissenschaftliche Arbeit für Wissenschaftler. Von Vorteil ist es sicherlich, wenn man Gogols Lebenslauf intus hat und dazu, aus dem Schlaf gerissen, jeden seiner geschriebenen Texte spontan rückwärts und auswendig dahersagen kann. Wer das nicht bringt, kann das Besorgen des Buches auf etwas später verschieben.


Gerigk, Horst Jürgen; Dostojewskij der vertrackte Russe - Die Geschichte seiner Wirkung im deutschen Sprachraum, Attempto Verlag Tübingen 2000
Komplex, tiefschürfend, hintergründig, glasklar strukturiert. Die Teile, denen ich nicht folgen kann, werden durch alle anderen in jedem Fall aufgewogen.

Gerigk, Horst Jürgen; Die Russen in Amerika, Guido Pressler Verlag Hütgenwald 1995
Ich sollte bereits erwähnt haben, dass seine Texte Lichtjahre entfernt von Pseudointellektualität, psychologischer Fabulierkunst und theologischer Pfadfinderei anzusiedeln sind. Bin ich etwa begeistert? Ja. 
Rezension
 
Gerigk, Horst Jürgen; Ein Meister aus Russland - Beziehungsfelder der Wirkung Dostojewskis
14 Essays, Universitätsverlag Winter Heidelberg 2010
Inhaltlich stehen die Essays
untereinander in keinem Zusammenhang. Sie ähneln sich weder in Ausrichtung noch Aufbau. Eine sehr große Bandbreite, bei hochspezifischer Ausrichtung. Hehre intellektuelle Welten gehen mit nüchternen und zugleich messerscharfen Analysen einher. Es ist müßig mein Wohlwollen für Gerigk kundzutun ;-)

Gerigk & Neuhäuser; Dostojewskij im Kreuzverhör, Mattesverlag Heidelberg 2008
Wann sitzt man mal vor einem Buch, unterbricht sich und äußert in Gedanken "Einfach grandios". Ich, bei diesem Bändchen.
Rezension von Ulrich Schmid
 
Gerigk, Horst Jürgen; Die Sache der Dichtung, Guido Pressler Verlag Hürtgenwaldt 1991
Der akribischen Einführung in die Absicht des Bandes folgt als dritter Text einer über
Dostojewskis Schuld und Sühne (50 S.). Aufschlussreich, einnehmend, fesselnd, verständlich und mich mal wieder begeisternd.

Gerigk, Horst Jürgen; Dostojewski - Der Kriminologe als Dichter (22 S.) in Europas Weg in die Moderne (Hrsg. Willi Hirdt) Bouvier Verlag Bonn Berlin 1991
Und ewig grüßt das Murmeltier: Verblüffende Stringenz, die verblüfft. Gerigk.

 
Gönner, Gerhard; Dostojewski (aus der Reihe Die großen Klassiker Band 7)
Weiter heißt es im Untertitel: Literatur der Welt in Bildern, Texten, Daten. Und genau das ist es. Ein vielfältiger, systematisch aufgebauter Almanach zum Thema Dostojewski. Mal zum Aufschlagen, um einen Blick hinein zu werfen - gern auch öfter. Gut zum Verschenken.
 
Gorki, Maxim; Über Weltliteratur - Aufsätze, Reclam Verlag 1969
Dostojewski zieht sich durch viele seiner Aufsätze, insbesondere mit Bezug auf dessen Aufzeichnungen aus dem Untergrund. Enthält über Dostojewski den Aufsatz Aus der Ferne 1941 (7S.). Ein suggestives Gleichnis der Karamasows mit dem unzivilisierten Russen, dem vermeintlichen Vorfahren des Sowjetmenschen. Lehrstück(e) für Indoktrination.
 
Glunk, Fritz R.; Dostojewskijs Schuld und Sühne – Meisterwerke kurz und bündig, Piper Verlag München Zürich 2000
Das ist mehr als kurz und bündig. Entstehungsgeschichte, interpretatorische Nacherzählung, diverse Folgewirkungen des Werkes. Bekommt hier alles in bestechender Form. Zu den anderen „Großen“ will ich auch so ein Buch geschrieben bekommen. Kurzweilig und fundiert. Es übertraf klar meine Erwartungen.
 
Grieser, Dietmar; Schauplätze der Weltliteratur, Goldmann Verlag 1979
Eine Feuilleton-Sammlung. Enthält u.a. 15 Seiten, auf denen sich der Autor im sozialistischen Leningrad an die Orte Dostojewskis begibt. Amüsantes Textlein.
 
Grusemann, Michael; Dostojewski,  Philosophische Reihe Bd. 28 Verlag Rösl & Cie München 1921
Hahnebüchend theatralische Plattitüdenaneinanderreihung. Schwer konservativ. Nicht allein mit dem Geist der Zeit entschuldbar. Sicherlich hat er es gut gemeint - der Herr Grusemann. Gut geworden ist es nicht. So findet man z.B. regelmäßige Verweise auf rassische Betrachtungen Dostojewskis Tochter Ljubow. Zu dem Zeitpunkt bereits bekannte Fakten werden polemisch entstellt.
 
Groeger, W.G. (Hrsg); Zwei Frauen - Die Gräfin Tolstoi und Frau Dostojewski, Enegel und Toeche 1926
Besonderheit: Enthält Teile Dostojewskajas Erinnerungen, in noch unredigierter Fassung.
 
  
        
 
 
Görlitz, Walter; Russische Gestalten - Russische Geschichte in Einzelbildern, Hüthig & Co 1940
Beinhaltet Texte, mit Lebensabrissen russischer Persönlichkeiten, so eben auch von Dostojewski. Streckenweise unsachlich bis falsch bzw. recht freie Interpretationen von Sachverhalten; bis hin zu polemisch fragwürdigen und unsachlichen Ausbrüchen, so z.B. gegen Suslowa. Just jene Beschreibung erscheint mir letztlich als das einzig Interessante an diesem Text.

Guardini, Romano; Religiöse Gestalten in Dostojewskijs Werk, Hegner Bücherei 1947
Ohne Zweifel ein systematisch strukturiert umgesetztes Unterfangen. Mich hat es trotzdem auf der Strecke gelassen. Sehr früh. Vielleicht zu pathetisch, zu religiös?

Hashagen, Elfriede; Der unsichtbare Himmel - Dostojewski in Sibirien, Eugen Salzer Verlag Heilbronn 1951
Roman. Kein Plagiat des Totenhauses. Eine angenehme Zugabe. Man müsste mal das Totenhaus parallel dazu lesen.

Hamel, Christine; Dostojewskij, Deutscher Taschenbuch Verlag München 2003 (nicht im Besitz)
Originell gegliedert. Nicht überfrachtet. Kurzweilig. Ansprechend illustriert. Weist viele lohnenede Details auf, wo sie andererseits, für bis heute unsichere Sachverhalte, nicht die notwendige Form der Interpretation wählt, sondern die der Behauptung. Das ist jedoch die einzige Schwäche. Ebenso wird D.s Werk angemessen einbezogen. Empfehlenswert.
           
Hamel, Christine; Puschkinkult in weißen Nächten - St. Petersburger Seelensprünge, Picus Verlag Wien 2003  
Mit dem Text "Aus dem Leben des Urenkels von Dostojewski". Leider nur 5 Seiten kurz. In Sachen Dostojewski sicherlich marginal. Jedoch insgesamt ein sehr ansprechendes Büchlein. Kritisch und doch mit Herz geschrieben.

Harden, Maximilian; Literatur und Theater, Verlag von Freund & Jeckel Berlin 1996
Eine Enttäuschung. Der Titel suggeriert Falsches. Eine symbiotische Betrachtung von Literatur und Theater sucht man vergebens. Literaten und Theaterstücke werden ohne jeglichen Bezug in kleinen Texten betrachtet. Der Text bezüglich Dostojewski (15 S.) ist leider bloße eine Mischung aus Biographischem und christlich-sentimentaler Lobhudelei. Einzig schöne Formulierung: "Dostojewskis slawische Beschränktheit" ;-)
 
Harder, Johannes; Der Mensch im Russischen Roman, Jugenddienst Verlag Wuppertal-Barmen 1961
Texte über Gogol, Leskov, Tolstoi und Dostojewski (15 S.) Eine etwas losgelöste philosophische Erörterung, die selbst
bereits über 15 Seiten an Schärfe verliert.

Harreß, Birgit (Hrsg.); Interpretationen - Dostojewskijs Romane, Reclam Verlag 2005
Es geht um die "großen Fünf". Außerordentlich gewinnbringenWerkdeutungen verschiedenster Intention. Ich kam nicht selten ins Staunen. Macht neugierig auf die Werke. Dieses Büchlein enthält mit Sicherheit viele Entscheidungsanregungen für jemanden, der sich für eines der Werke vorerst entscheiden möchte.  
         
 
Hielscher, Karla; Dostojewski in Deutschland, Insel Verlag 1999 
Ein sehr aufwandsreicher Extrakt zum Thema. An dem Buch gibt es keinen Zweifel.   
Rezension

Hild, Helmut; Gotteszeugen – Dostojewski; Verlag Junge Gemeinde Stuttgart 1958
Eine 24 seitige Broschüre, die einziger Hymnus auf Dostojewskis Religiosität ist. Manche Schriften kann man umgehend archivieren. Dies hier mit Sicherheit.

Hoffmann, N.; Th. M. Dostojewsky – Eine biographische Studie, Ernst Hofmann & Co Berlin 1899
Frau Hoffmann war persönlich in Russland und hat mit Dostojewskis Witwe gesprochen und durfte diverse Unterlagen einsehen. Für diese Entstehungszeit ein sehr nüchternes Buch. Bezieht sich etwas viel auf Strachows Veröffentlichungen. Ebenfalls auf Dostojewskis Werk wird eingegangen. Lesenswert.

 
Holthusen, Johannes; Prinzipien der Komposition und des Erzählens bei Dostoevskij
in "Arbeitsgemeinschaft für Forschung des Landes Nordrhein-Westphalen" Band 26, Westdeutscher Verlag Köln und Opladen 1969 

50 Seiten enstprechend Thema, mit sich anschließender dokumentierter Diskussion. Das Außerordentliche daran: Ausgeprägt starke Bezugnahme auf Dostojewskis Notizen. Mir ist nichts Vergleichbares bekannt.

Hoefert, Siegfried (Hrsg.); Russische Literatur in Deutschland - Texte zur Rezeption von den Achtiger Jahren bis zur Jahrhundertwende, Niemeyer Verlag Tübingen 1974
5 Texte widmen sich auf 56 Seiten ausschließlich Dostojewski. Veröffentlichungen aus der Zeit 1882 - 1989. Unterhaltsam.

Hesse, Hermann; Blick in Chaos, Verlag Seldwyla 1921 
Von 3 Aufsätzen, der "Gedanken zu Dostojewskis `Idiot`" (9 S.) enthält genau eben jenes. Nunja.


Ingold, Felix Philipp; Dostojewskij und das Judentum, Insel Verlag Frankfurt am Main 1981
Objektiver, neutraler, aufklärender und umfänglicher scheint mir so ein Buch kaum vorstellbar. Feine Sache.
 
Imbach, Josef; Dostojewski - Gelebtes Christentum, Imba Verlag Freiburg 1979
Von dem ist nichts hängengeblieben. Oh ich Einfältiger.
 
Jens, Walter & Küng, Hans; Dichtung und Religion, Piper 1988   
Essays über acht Schriftsteller. Zwei über Dostojewski. Schwerpunkt die Brüder Karamasow. Theologische Abhandlung auf ansprechendem und verständlichem Niveau. Sehr ersprießliche Texte.

Kaus, Otto; Dostojewski, Piper Verlag 1916
1916 war eben eine andere Zeit. Jedoch für selbige recht verständlich geschrieben. Die Intention? Hmm.
 
 
         

Kampmann, Theoderich; Licht aus dem Osten? Dostojewskis Grunderkenntnisse über die menschliche Gemeinschaft, Bergstadtverlag Breslau 1931
Interpretationen von Werkstellen auf einem Weg, der meinem Geist versperrt bleibt. Ich sehe auch kein Licht am Ende des Buches.
 
 
             

Kasack, Wolfgang; Dostojewski - Leben und Werk, Insel Verlag 1998
Biographische Fakten zu Beginn amüsant auf Attacke geschrieben, versiegen schnell und es bleibt ein Brevier. Wer ein Brevier möchte, bekommt es hier. Wer Leben haben möchte, sieht sich enttäuscht. Wer eine angemessene Mischung sucht, ist mit dem Dostojewski von Meier-Graefe vorteilhafter bedient.
 
Kjetsaa, Geir; Der gewaltigste unter den russischen Giganten, Heyne Verlag München 1986
(auch identisch erschienen als Paperback unter dem Namen "Dostojewskij - Sträfling - Spieler - Dichterfürst)
Der Autor, Professor für Slawistik, war über Jahre Vizepräsident der Internationalen Dostojewski-Gesellschaft. Spannend, fundiert, detailreich. Ein Muss.

 
Klein, Alfred; Georg Lukàsc in Berlin, Aufbau Verlag Berlin Weimar  1990
Enthält den Text "Über den Dostojewski-Nachlaß" aus dem Jahre 1931. Ein kurzer und zugleich drastisch kommunistisch verblendeter Verriss.

Kowalewsky, Sonja; Erinnerungen an meine Kindheit, Kiepenheuer Verlag Weimar 1963
Erinnerungen der Schwester von Anna Wasiljewna Korwin Krukowskaja, der Dostojewski einen Heiratsantrag gemacht hatte.
 
Körbele, Adolf, Genialität und Labilität, dargestellt an Hamann, Kierkegard und Dostojewski in Impulse Nr. 25, Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen 1986
Ausgesprochen enttäuschend, jedes Wort zum Sonntag ist vorzuziehen. Jedes. Schade, der Titel war so vielversprechend.

Kohn, Hans; Propheten ihrer Völker – Mill/Michelet/Mazzini/Treitschke/Dostojewski – Studien zum Nationalismus des 19. Jahrhunderts, A. Francke AG. Verlag Bern, 1948
Es wird ein klarer Fokus (31 S.) auf Dostojewskis erzreaktionären Nationalismus mit all seinen fragwürdigen Facetten gelegt. Keine Abschweifungen, keine Verallgemeinerungen - immer dicht an Texten Dostojewskis. Wer am politischen Dostojewski interessiert ist – eine Perle.

Kraus, Hans Joachim; Schuld und Vergebung in Dostojewskijs Werken (in Evangelische Theologie) 2/1993
Man sollte in theologischen Dingen beschlagen sein, um diesem Text etwas abgewinnen zu können.
 
Kropotkin, Petr; Ideale und Wirklichkeit in der russischen Literatur, Suhrkamp Verlag 1975
Auf knappen neun Seiten äußert sich Kropotkin über Dostojewski. Er gibt kurze knackende Statements zu seinem Werk ab, deren Schärfe sehr erfrischend ist.

Lackmann, Max; Die Botschaft des Fjodor Dostojewskij - Eine Wegweisung, Holzwarth Verlag Iserlohn 1946
Starker Charakter einer Predigt pro Heiland. So gibt es Gott ausnahmslos nur in Großbuchstaben geschrieben. Trivialitäten. Irgendwie missionarisch. Ach nee, lass mal gut sein.
 
Laudon, Hasso; Der ewige Ketzer, Buchverlag Der Morgen 1988
Schlecht zu beurteilen, denn dieses Buch war für mich der Schlüssel zu Dostojewski. Vor diesem Buch war mir der Name Dostojewski kein Begriff. Das Ergebnis - Man sieht es ja hier ;-)
 
 
            

Lauth, Reinhard; Was sagt uns Dostojewski heute? Ars Una Verlagsgesellschaft Deutsche Hochschuledition 1990
Befremdlicher Inhalt. Jeden Satz mit krauser Stirn gelesen. Was es aber auch alles so gibt.

Lavrin, Janko; Dostojevskij, rororo Rowohlts Monographien 1998
Wenn man jemandem Dostojewski nahe bringen möchte: Dieses Buch gewährt sicherlich eine Art Erfolgsgarantie. Kurz prägnant fesselnd.

Lucas, Georg; Der russische Realismus in der Weltliteratur, Aufbau Verlag 1949
Gesammelte Aufsätze zu Tolstoi, Dostojewski (20 S.) und Gorki. Okay.

Lucas, Georg; Russische Literatur - Russische Revolution, Rowohlt Verlag 1969
Was will er denn nun?! Lucas bekommt Dostojewski nicht so recht in seine Ideologie gezwängt. (S.136-150) Ich konnte gedanklich nie so recht andocken.

Letsche, Curt; FJ. M. Dostojewski - Geheimnis des Lebens, Vita Nuova Verlag Tübingen 1961
Textstellen, in der Regel griffige und kurze in einer thematischen Zusammenstellung. Der Haken: Keinerlei Quellenangaben, außer am Ende des Büchleins "Ausgewählt aus Romanen, Novellen und Tagebuchaufzeichnungen Dostojewskis".Schlechter gehts nimmer.  Es ist sicherlich durchblätternswert aber . . . Ja das ist. Dabei kann man es dann auch belassen.
 
Lenz, Siegfried; Über das Gedächtnis - Reden und Aufsätze, dtv 1996
Weist nichts Spezifisches auf. Wenn man nichts über Dostojewski weiß, sicherlich informativ bzw. anregend.
 
Lichatschow, Dimitij; Nach dem Formalismus – Aufsätze zur russischen Literatur, Carl Hanser Verlag München 1968
Enthält den poetologischen Aufsatz „Chronikalische Zeit bei Dostojewskij“ (20 S.). Bemerkenswert. Markant. Aufschlussreich. Kurzweilige Ergänzung zu Bachtins polyphonen Einschätzung der Dostojewski-Werke.

Lieb, Fritz; Die Selbsterfassung des russischen Menschen im Werke Dostojewskijs und Solowjews, Chronos Verlag 1947
Philosophisch-theologische Abhandlung, die jedoch keinen spezifischen Bezug zum "Russischen" aufweist. Dostojewski und Solowjew werden getrennt betrachtet. In Sachen Dostojewski, hangelt sicht der Text vorrangin an den "Aufzeichnungen aus einem Kellerloch" entlang..

 
Mann, Thomas; Neue Studien, Suhrkamp 1948
Der große Thomas Mann - nach dem Buch für mich wohl eher nicht..
 
Maurina, Zenta; Dostojewskij - Menschengestalter und Gottsucher, Maximilian Dietrich Verlag 1952
Biographie, die flüssig geschrieben ist und plastische Eindrücke hinterlässt. Vielleicht ein wenig zuviel von den fragwürdigen Aufzeichnungen seiner Tochter getrieben. Unzweifelhaft lesenswert.

Mackiewicz, Stanislaw; Der Spieler seines Lebens, Thomas Verlag Zürich 1952
Eine Romanbiographie, die ohne Beanstandungen durchgewunken werden kann.

Mangoldt von, Ursula; Überwindung des Leidens (7 S.) In: Der Tod las Antwort auf das Leben, Otto Wilhelm Barth Verlag, Weilheim/ Obb 1957
Ich lasse einfach die ersten Zeilen für sich sprechen: „Das Leben eines Christen ist nicht ein geruhsames Leben, das in einem gesicherten geraden Weg verläuft, sondern ein Weg, auf dem der Teufel den Menschen versucht, der Abgrund der Finsternis aufbricht, das Böse in allen Verkleidungen nach ihm greift.“

Maceina, Antanas; Der Großinquisitor - Geschichtsphilosphischen Deutung, Kerle Verlag Heidelberg 1952
Das Adjektiv "geschichtsphilophisch" untergräbt massiv den theologischen Ansatz. Weiterhin sind es faktisch zwei Bücher. Auf den letzten 90 Seiten findet man als Nachwort "getarnt" den völlig eigenständigen Text von Wladimir Szylkarski "Massianismus und Apokalyptik bei Dostojewski und Solowjew". Gleichdem. Ein Buch für Hochdurchgeistigte.

Maier, Katharina; Die berühmtesten Dichter und Schriftsteller Europas, Marix Verlag, Wiesbaden 2007
64 Schriftsteller-Steckbriefe. Da kann Dostojewski auch nicht mehr wie 3 Seiten beanspruchen. Und kaum zu glauben. Auf sehr ansprechende und hochqualitative Art und Weise wurden diese drei Seiten gefüllt. Insgesamt auch ein kurzweiliges Buch.


Mereschkowski & Miller; Dostojewski Autobiographische Schriften, Dostojewski Sämtliche Werke Zweite Abteilung: Elfter Band, Piper Verlag 1921
Die Hälfte des Buches sind "Winteraufzeichnungen eines Sommerreisenden" und  Auszüge aus dem "Tagebuch eines Schriftstellers"; die andere Hälfte "Materialien zur Lebensbeschreibung Dostojewskis". Diese hat Miller zusammen mit Strachow 1882 zusammengestellt; und besitzen demzufolge ein ganz anderes Kolorit, als all die Biographien, die Jahrzehnte später verfasst wurden. Ist aber auch stark umstritten.

Mereschkowski, Dimitri; Tolstoi und Dostojewski, Karl Voegels Verlag Berlin 1919
Eine systematische Gegenüberstellung mit Aha-Effekt. Aufschlussreich.
 
 
        
 
 
Mereschkowski, Dimitri; Ewige Gefährten, Piper Verlag München 1919 (im Russischen 1896 veröffentlicht)
Der Text über Dostojewski (32 S.) befasst sich mit Schuld und Sühne; ein guter. Ebenso sehr angenehm zu lesende Texte über Puschkin, Turgenjew und vor allen Dingen Gontscharow. Es war demnach auch im ausgehenden 19. Jahrhundert bereits möglich, schnörkellos und substanziell zu schreiben ;-)
 
Meier Graefe, Julius; Dostojewski - Der Dichter, Insel Verlag 1988
Seine Biographie mit vordergründiger Anbindung an sein Werksschaffen.

Müller, Ludolf; Dostojewskij, Erich Wefel Verlag 1990
Gelesen oder nicht gelesen. Nüchtern und bodenständig. Es zündete kein Funke.
 
Nabokov, Vladimir; Die Kunst des Lesens - Meisterwerke der russischen Literatur, Fischer Verlag 1991  
Sammlung von Vorlesungstexten; so auch über Werke Dostojewskis (47 S.). Dem feinnervig verklärten Dostojewski-Liebhaber mag die anzutreffende Reduktion in den Texten übel aufstoßen. Man muss sich ja nicht in allen Punkten seinen Einschätzungen anschließen.
Gleichwohl empfinde sie als ausgesprochen belebend, kurzweilig und gewinnbringend.
 
Nagel, Hanna; 25 Zeichnungen zu Dostojewskis "Die Sanfte", Verlag Nürnberger Presse   
Ein geschmackvoll pittoreskes Intermezzo. Dostojewski zum Anschauen.
 
Neuhäuser, Rudolf; Das Frühwerk Dostojewskijs Literarische Tradition und gesellschaftlicher Anspruch,
Carl Winter Universitätsverlag Heidelberg 1979
Zu den Wurzeln Dostojewskis Schaffen. Wissenschaftliches Werk - überwältigend informativ.
 
Neuhäuser, Rudolf; F.M. Dostojevskij: Die großen Romane und Erzählungen – Interpretation und Analysen;
Böhlau Verlag Wien Köln Weimar 1993 (nicht im Besitz)
Vom Allerfeinsten. Faszinierende Abhandlungen. Statt philosophischer oder theologischer Schwerpunktsetzung, poetologische Sezierarbeit, die auch einem Laien wie mir Vergnügen bereitet. Behandelt jedoch nicht alle „großen Fünf“.
 
Neumann, Robert; Passion - Sechs Dichter-Ehen, Phaidon Verlag Wien 1930
Handelt poetisch lediglich den ersten Besuch Snitkinas bei Dostojewski zum Stenographieren ab. Der kleine, in der dritten Person geschriebene, Text ist zudem zur Hälfte mit Textstellen aus dem Spieler versetzt. Nicht  unterhaltsam.

Nigg, Walter; Buch der Büßer Neun Lebensbilder, Walter Verlag 1970
Nullnummer. Mystik, ick hör dir trapsen . . .
 
Nigg, Walter; Prophetische Denker, Artemis Verlag Zürich und Stuttgart 1957
Er bedient Ur-Klischees über Russland und will Dostojewski ostentativ als wissenden Seher und Propheten verkaufen. Fast schon peinlich. Nur schwerlich ernst zu nehmen. 

Nötzel, Karl; Dostojewski, H. Haessel Verlag 1925
Der Mann weiß wovon er schreibt. Eine Biographie - eine lebendige. Flüssig, detailreich und keineswegs überfrachtet.

Nötzel, Karl; Das Evangelium in Dostojewski - Ein Brevier, Hochweg Verlag Berlin 1927
Ein Brevier in dem Gott das mit Abstand am häufigsten vorkommende Wort darstellt, ist einfach nichts für einen Atheisten.
 
Nyìri, J. C. (Hrsg.), Lukàs, Georg; Dostojewski – Notizen und Entwürfe, Akadèmiai Kiadò, Budapest 1985
Es handelt sich nicht um die Beschäftigung mit den Notizen und Entwürfen Dostojewskis, sondern um die Notizen und Entwürfe von Lukàcs zu einem geplanten, aber nie realisierten, Dostojewski-Buch. Äußerst fragmentarisch. Ganze Sätze kaum. Zusammenhängende Gedanken, nur schwer nachvollziehbar, wenn überhaupt. Eine Art Schnipseljagd mit dezidiert philosophisch und zugleich hochpersönlichen Gedankenschnipseln bzw. wiederum davon kaum erhaltene Fragmente. Ich werde wohl nie einen Menschen kennenlernen, dem ich das Buch in der Annahme empfehlen könnte, er würde es begreifen. Unfassbare 192 Seiten.


Die komplette Literaturliste finden Sie hier kommentiert oder unkommentiert  als Download.



nach oben
 
Kontakt                          Impressum                         Gästebuch
 
 
das